Letzte Meldung vom 04. July
2010: Langsam wird es wahr!
Meine Fokker D.VIII steht vor Ihrer baldigen Fertigstellung, zumindest
was die Zelle angeht. Ihr erstes öffentliches "Aushallen" erfolgt am 4. und 5.
September während dem Flugplatzfest des Luftsportring Aalen auf dem Flugplatz
Aalen-Elchingen (EDPA). Hierzu sind natürlich alle, besonders die Vertreter der Presse
herzlich eingeladen! Nach der Veranstaltung können auch gerne Termine für besondere
Fotoarrangements vereinbart werden. Der Flugplatz Aalen Elchingen bietet große
Grasflächen und schöne Hintergrundmöglichkeiten. Boden-Luft Fotografien aus tiefen
überflügen sind ebenfalls möglich.
Ich möchte aber darauf hinweisen, das die Triebswerkanlage noch nicht
vollständig ist. Ein laufen lassen des Motors oder gar ein Fliegen wird an diesem Termin
nicht möglich sein. Die Einfliegerei ist für 2012 geplant! Termine hierfür werden auch
noch bekannt gegeben.

Höhenleitwerk und Höhenruder kurz nach der Bespannung.
Der "Flugzeugstoff" wurde nach großflächigen Originalstücken reproduziert.
Das Material ist Reinleinen mit der selben Anzahl der Fäden in Kette und Schuss wie am
Original. Es wurde von uns eigens für diesen Zweck neu ausgewählt. Die Form und
Annordnung der Mehrecke wurde exakt von den vorhandenen erwähnten großen Stoffstücken
abgenommen. Die Farben der einzelnen Felder konnte an der Rückseite der originalen
Bespannstücke an vor dem Licht, dem Spannlack und dem Überzugslack geschützten Nähten
abgenommen werden. Wir benötigten Mehrere Anläufe um die Farben in zufriendenstellender
Weise auf dem Naturmedium Leinen zu reproduzieren. Der Leinenstoff wurde von der Firma
"Handweberei Moser" in Wegscheid geliefert, der Rollendruck mit
Indantheren-Farben wurde von einer Firma in Österreich übernommen und klasse umgesetzt.

Ober- und Unterseite des Bespannstoffes am Höhenleitwerk.

Die meisten historischen Aufnahmen der Fokker D.VIII zeigen das
Flugzeug an Rumpf und Leitwerk mit dem vierfarbigen Tarnmuster bespannt. Ich habe mich
allerdings für den fünffarbigen Stoffdruck entschieden. Zum Einen, da mir der
fünffarbige persönlich besser gefällt, und zum Anderen, da der in Italien erhaltene
letzte originale Rumpf der Fokker D.VIII sowohl an der Bewicklung der Rumpfgurte, als auch
an der Bespannung des Sitzes den fünffarbigen Stoff aufwies.

Für die Bespannung des Rumpfes musste ein Sack genäht werden,
der anschließend über das Gerüst gezogen werden konnte.

Mittels Schablonen wurde die Lage der Lederversteifungen an den
Durchlässen der Steuerseile festgelegt. Diese Lederstücke wurden vorher auf den Stoff
aufgenäht.

Bevor der Spannlack aufgebracht wird, wird das Leinen mit Wasser
besprüht. Das nimmt kleine Falten heraus und spannt den Stoff leicht vor.

Mit Leder benähte Steuerseildurchlässe.

Für alle Markierungen wurden Schablonen angefertigt und
anschließend mit dem Tuschestift auf den Stoff übertragen. Große Markierungen wurden
damals alle handgemalt. Das Ausfüllen geschieht mit einem Pinsel und schwarzer Farbe.
Kleinere Markierungen wie die Seriennummern wurden mit Schablonen und dem Tupfpinsel
aufgetragen.

Sieht doch schon ganz manierlich aus.

Für Modellbauer interessant! In dieser Aufnahme wird deutlich
wie der frisch bedruckte und unbehandelte "Flugzeugstoff" seine Farben unter dem
Einfluss des Spannlackes ändert. Abhängig von menge des Aufgetragenen Spannlackes sowie
dem darauffolgenden Überzugslack, ändert sich das Erscheinungsbild von Flugzeug zu
Flugzeug beträchtlich.

Finn, unser kleiner Testpilot ist schon mal zufrieden!
"Probesitzen klappt, alles nur etwas Groß hier!"

Die nötigen Arbeiten gehen immer mehr in den Detailbereich...

Das wird ein richig schönes Flugzeug! Und bis jetzt die einzige in
Europa, die fliegen wird!

Wie die Dinge bis jetzt stehen wird das Flugzeug permanent in
Aalen-Elchingen stationiert werden und dort bei schönen Wetter zu Übungszwecken und an
den Fluglatzfesten vorgeflogen werden. Augenblicklich ist zur "Dekoration" ein
80 PS Le Rhóne Umlaufmotor eingebaut. Für die Einfliegerei und den Betrieb wird ein 110
Oberursel 9-Zylinder Ur.II Verwendung finden, der momentan allerdings noch überarbeitet
wird.